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makita-flachduebelfraeseDie Flachdübelfräse ist eine der besten Erfindungen für den Hobbyhandwerker. Sie erlaubt es auf einfache Art und Weise, bei dem Bau von Möbeln, Regalen und Kisten Verbindungen herzustellen. Die Verbindung mit Flachdübeln wurde 1955 von dem Schweizer Schreinermeister Herrmann Steiner erfunden. Erst 1966 hat er dann die erste Flachdübelfräse konstruiert und im darauf folgenden Jahr die Firma Lamello AG gegründet.

Das Patent für die Flachdübelfräsen ist inzwischen ausgelaufen, sodass auch andere Hersteller Maschinen dieser Art herstellen können. Oft werden diese Maschinen auch als sogenannte Lamello Maschinen bezeichnet, obwohl dieser Begriff der original Lamello Maschine vorbehalten ist.

Wozu nutzt man eine Flachdübelfräse

Mit einer Flachdübelfräse lassen sich auf einfache Art und Weise Eckverbindungen herstellen. Sie dienen dem Schneiden von halmondförmigen Schlitzen für Flachdübel, auch Lamellos oder Holzfedern genannt. Dies ermöglich die einfache Anfertigung von Regalen, Schränken und Bilderrahmen. Aber damit sind die Möglichkeiten einer Flachdübelfräse noch lange nicht erschöpft.

Wer einmal mit einer Flachdübelfräse gearbeitet hat, der wird nur noch in den seltensten Fällen zu den allseits bekannten runden Dübel greifen. Flachdübel sind einfacher, präziser und schneller zu verarbeiten als die normalen Holzdübel. Wer sich selbst Schränke, Kisten und Regale bauen will, der ist mit einem slochen Gerät gut beraten.

Die Flachdübel werden in verschiedenen Längen und Breiten ausgeliefert.  Eine Tabelle mit den gängigen Formaten findet sich auf der Seite „Flachdübel“.

Welche Verbindungen können mit einer Flachdübelfräse hergestellt werden

Grundsätzlich können mit einer Flachdübelfräse die folgenden Verbindungen hergestellt werden:

  1. Eckverbindungen, Kante auf auf Brett
  2. Mittelverbindungen, Kante auf Brett
  3. Eckverbindungen mit Gehrungsschnitt
  4. Rahmenverbindungen
  5. Ebene Verbindungen, Brett an Brett

Bei der Eckverbindung wird eine Nut an den unteren Rand vom Brett gefräst. Das Gegenstück wird in die Stirnseite gefräst. In dem folgenden Bild kann man sehen, wie diese Verbindung hergestellt wird.

Flachdübelfräse-Eckverbindung

 

 

Bei der Eckverbindung mit Gehrungsschnitt wird bei den zu verbindenden Brettern eine 45 Grad Gehrung gesägt. In die Mitte der Gehrung wird dann eine Nut gefräst. In diese Nut wird dann die Lamello eingesteckt und die Bretter werden so verbunden. Diese Verbindung wird in dem nachfolgenden Bild dargestellt.

Flachdübelfräse-Gerhungsverbindung

 

Bei der Rahmenverbindung werden die Bretter mit einem Winkel von 45 Grad geschnitten. Die Fräsnut wird an beiden Brettern an der Stirnseite angebracht.

Flachdübelfräse-Rahmenverbindung


Einstellen der Nuttiefe

Die meisten auf dem Markt angebotenen Geräte verfügen über mehrere Einstellmöglichkeiten für die Nuttiefe. Die Flachdübelfräse von Makita lässt 6 unterschiedliche Nuttiefen zu, die durch eine Stellschraube nachjustiert werden kann. Bei der Makita Flachdübelfräse sind die folgenden Einstellungen vorgesehen.

Bezeichnung01020SDMax
Flachdübelgröße01020---
Nuttiefe8 mm10 mm12,3 mm13 mm14,7 mm20 mm

Worauf sollte man beim Kauf achten

Wenn Sie sich entschieden haben, eine Flachdübelfräse zu kaufen dann sollten Sie auf die folgenden Punkte achten.

  • Wie häufig wird die Flachdübelfräse gebraucht. Wird sie nur für den einmaligen Einsatz gebraucht, dann sollte man sich überlegen, die Flachdübelfräse zu mieten. Elektrogeräte für den Heimwerker werden in den meisten Baumärkten zur Miete angeboten. Ob der Baumarkt eine Flachdübel Fräse vermietet, müssen Sie vor Ort erfragen.
  • Wird das Gerät häufiger gebraucht, dann ist die Frage, was Sie vorzugsweise damit bauen wollen. Eine gerade Eckverbindung (Kante auf Brett) werden Sie mit fast jeder Flachdübelfräse gut hinbekommen.
  • Wenn Sie Gehrungsverbindungen mit der Flachdübelfräse herstellen wollen, dann sollten Sie zu einem Gerät greifen, dass diese Aufgaben gut bewältigen kann. Die Geräte der unteren Preisklasse lassen sich meistens nicht so gut einstellen.
  • Wenn Sie Ortsunabhängigkeit arbeiten wollen, dann bietet sich der Kauf einer Flachdübelfräse mit einem Akku an. Diese Geräte sind teurer als die Geräte, die mit 220 Volt betrieben werden. Deshalb sollten Sie prüfen, ob der Akku auch an anderen Elektrogeräten genutzt werden kann.

  • Wird das Gerät in einer Box geliefert, in der auch die Zubehörteile gelagert und transportiert werden kann. Eine Aufbewahrungsbox aus Aluminium oder hartem Kunststoff sorgt dafür, dass immer alle Teile griffbereit vorhanden sind.
  • Wie ist die Qualität des Fräsblattes. Davon hängt die Standzeit der Fräse ab. Fräsblätter mit einer geringen Qualität müssen bereits nach kurzer Zeit nachgeschärft oder sogar ausgetauscht werden.
  • Über welche Leistung verfügt der Motor? Flachdübelfräsen sollten mit einem Motor zwischen 700 Watt und 1000 Watt ausgestattet sein.
  • Verfügt die Flachdübelfräse über einen Anschluss für einen Staubsauger. Ein Staubsauger hält die Werkstatt sauber und sorgt auch für eine saubere Luft.

Wo kann ich eine Flachdübelfräse kaufen

Interessanterweise kann man eine Flachdübelfräse nicht in jedem Baumarkt kaufen. In einem Fachgeschäfte für den Tischler und Schreiner hat man da schon etwas mehr Glück. Auf unsere Seite stellen wir Ihnen die gängigen Modelle vor, die Sie dann im Internet bestellen können. Die Geräte sind aber bei weitem nicht so verbreitet, wie eine normale Bohrmaschine. Und die Baumärkte bedienen die Anforderungen eines breiten Publikums.

Flachdübelfräsen im Internet kaufen

Im Internet kann man so gut wie alles kaufen. Natürlich auch Flachdübelfräsen. Es gibt mehrere Online Shops, die die Flachdübelfräse anbieten. Daneben natürlich auch andere Geräte für den ambitionierten Heimwerker. Diese Shops bieten auch Zubehör für Flachdübelfräsen an.

Aber zum Glück kann man diese hervorragenden Geräte ja auch im Internet bestellen. Und wer einmal mit einer Flachdübelfräse gearbeitet hat, der weiß die Vorteile dieser Geräte zu schätzen. Sie ermöglichen ein präzises anbringen der Flachdübel, (auch Holzfedern oder Lamello genant).

Elektrogeräte im Fachhandel kaufen

Obwohl das Kaufen von Flachdübelfräsen im Internet immer beliebter wird, gehen doch immer noch viele Heimwerker direkt zum Fachhandel. Der Fachhandel kann ausführlich beraten. Dafür muss man jedoch etwas mehr Geld ausgeben als beim Kauf im Internet. Ein weiterer Vorteil ist, dass man die Ware direkt mit nach Hause nehmen kann.

Wie teuer ist eine Flachdübelfräsen

Bei den Flachdübelfräsen lassen sich 3 Preissegmente ausmachen.

Das erste Preissegment liegt zwischen 50 Euro und 150 Euro. Maschinen in diesem Preissegment eignen sich für den gelegentlichen Einsatz. Und es dürfen keine zu großen Anforderungen an die Präzision bei der Bearbeitung der Werkstücke und an die Stabilität der Geräte gestellt werden.

Das zweite Preissegment liegt zwischen 200 Euro und 400 Euro. Geräte in dieser Preisklasse sind für den ambitionierten Hobbyhandwerker, der diese Geräte öfters gebraucht, geeignet. Mit diesen Flachdübelfräsen kann man präzise arbeiten, die angebotenen Einstellmöglichkeiten sind für die gängigen Arbeiten vorhanden und die Geräte sind stabil gebaut.

Das dritte Preissegment beginnt dann bei Geräten mit einem Preis von mehr als 500 Euro. Zu diesen Geräten gehört ach die original Lamello Maschine.

Wie sicher ist die Arbeit mit einer Flachdübelfärse

Alle auf dem deutschen Markt angebotenen Geräte verfügen über ein Prüfsiegel des TÜV und sind auf die elektrische Sicherheit geprüft. Bei der Arbeit mit Flachdübel Fräse sollten man auf jeden Fall eine Schutzbrille tragen. Dadurch verhindert man, dass Späne oder Holzsplitter ins Auge gelangen.

Auch wenn die Lärmbelastung durch eine Flachdübel Fräse nicht besonders hoch ist, sollte man einen Hörschutz tragen. Unter Arbeitsbedingungen kann der Geräuschpegel 80 dB überschreiten. Das man beim Arbeiten eine Arbeitskleidung und Arbeitsschuhe trägt sollte eigentlich selbstverständlich sein. Bei hoher Staubbelastung sollte man einen Atemschutz / Mundschutz tragen.

Bei der Arbeit mit rotierenden Elektrowerkzeugen entstehen Schwingungen. Diese können ja nach Art des zu bearbeitenden Werkstückes und der Verwendung des Werzeuges unterschiedlich hoch ausfallen. Dies sollten Sie bei der längerfristigen Arbeit auf jeden Fall beachten.

Beim Arbeiten sollte das Gerät mit beiden Händen festgehalten werden. Eine Hand am Motor und eine Hand an dem dafür vorgesehenen Handgriff. Die Maschine sollt immer fest an dem zu bearbeitenden Werkstück anliegen. So vermeidet man eine Berührung mit dem Fräser. Nach Beendigung des Fräsvorganges sollte das Gerät sofort wieder ausgeschaltet werden.

Staubbeutel

Die beim Fräsen erzeugten Späne werden nach von der Fräse nach hinten ausgeworfen. Zum Anbringen eines Staubbeutels wird dieser auf den Absaugstutzen geschoben. Man sollte darauf achten, dass der Staubbeutel rechtzeitig geleert wird. Spätestens wenn der Staubbeutel halb gefüllt ist, sollten die Frässpäne wieder entfernt werden.

An den Absaugstutzen der Flachdübel Fräse kann ein Industriestaubsauger angeschlossen werden. Dies hat den Vorteil, dass der Staubbeutel nicht so oft geleert werden muss und dass eine Belastung der Luft durch Holzstaub reduziert wird. Ganz lässt sich die auch durch einen Staubsauger nicht vermeiden.

Wie werden die Flachdübelfräsen betrieben

Die Geräten lassen sich zu einen an jeder Steckdose mit 220 V betreiben. Die gängigen Geräte verfügen über eine Leistung von 700  bis 1000 Watt, so dass auch kein besonderer Anschluss bereitgestellt werden muss. Einige Hersteller bieten Flachdübelfräsen an, die mit 18 Volt Akkus betrieben werden können. Dabei kommen Akkus mit einer Ladekapazität von 2,5 und 4 AH (Ampere Stunden) zum Einsatz. Die Leistung dieser Akkus ist durchaus ausreichend, um ein komplettes Regel oder einen Schrank zu bearbeiten.

Mitgeliefertes Zubehör

Das folgende Zubehör sollte bei einer Flachdübelfräse vorhanden sein:

  • Winkelführung zum Erstellen von Gehrungsverbindungen
  • Feststellplatte zur Führung der Fräse auf dem Material
  • Sicherungsschlüssel zum Lösen und Feststellen der Nutfräsblätter
  • Nutfräsblatt (in der Regel 100 mm  Durchmesser und 3,9 mm Stärke)
  • Staubbeutel zum Auffangen der Späne
  • Aufbewahrungsbox aus Kunststoff oder Aluminium

Bei Akkugeräten

  • Akku
  • Ladegerät für des Akku